Ein Haufen Kohle und sieben Transporträder

Gerade kürzlich hat der Hamburger Verkehrsplaner Konrad Rothfuchs im Interview mit dem Spiegel klar gemacht, dass Elektroautos nicht das Ende der Fahnenstange sein können. Uns ist klar, dass elektrischen Transporträder noch eine große Zukunft vor sich haben, wenn es um die Reduktion von Platzbedarf, Lärm und Emissionen in der urbanen Mobilität geht. Diese, relativ junge Gattung bietet Transportkapazitäten wie beim Auto, ist jedoch schnell und wendig und ebenso sorgenfrei abzustellen wie ein Fahrrad. Noch gibt es für diese Kategorie Fahrzeug keine eigene Bezeichnung, wobei man die Wortschöpfung Pedelec doch bestens ergänzen könnte: Transportelec, Transpedelec wären nur zwei Möglichkeiten dafür.

Gestern fanden die Ergonomie-Tests der Lasten-Pedelecs bei Extra Energy in Tanna statt, Tim Baudermann und Eric Poscher von rad3 waren mit dabei.
In den letzten Jahren wurden von Extra Energy immer wieder einzelne Transporträder getestet, dieses Jahr waren nun erstmals 7 Stück am Start. Getestet wurden die Räder auf ihre Nutzerfreundlichkeit beim Beladen und Entladen, beim Abstellen mit Ständer und Standbremse, beim Entnehmen, Laden und Einsetzen der Akkus und natürlich beim Fahren mit und ohne Zuladung. Als Zuladung dienten fünf Pakete Briketts – 50 kg – mit denen Rampen hoch zu schieben und ein Anstieg zurückzulegen war.

 

 

Die Kandidaten waren:
Ein Rad der Bauart Bäckerrad:
  • KTM e-shopper

Vier Long John Modelle:

  • Pedalpower Long Harry Alu
  • Riese und Müller Load
  • Urban Arrow Cargo
  • Urban e i-Bullitt
Zwei Räder der Bauart Delta Dreirad:
  • MIFA Cargo
  • Radkutsche Musketier
Bis die Tests veröffentlicht werden, wollen wir nicht allzuviel Details bekanntgeben. Neben einigen bekannten Rädern waren auch neue Modelle und Erkenntnisse dabei, die man im direkten Vergleich erfahren konnte.
Die Charakteristik der Antriebe mit einer gleichen Zuladung zu testen, war eine spannende Sache, die man sonst selten erlebt.
Außer Konkurenz wurde z.b. noch der Wendekreis der Räder getestet, indem das Rad zuerst an einer Wand entlang geschoben wurde und dann eine 180° Kurve geschoben wurde. Die Ergebnisse dieses Tests überraschten, denn die Länge allein macht nicht unbedingt einen längeren Wendekreis aus.
Und auch bei der Handhabung von Akku, Standbremse etc. gab es durchaus Unterschiede.

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