FAQ

Hier gibt’s die Antworten zu allen Fragen rund um Transportrad | Lastenrad | Cargobike.
FAQ about all Cargobike related Topics!

Long-John (Zweirad)

Wie schwierig ist es, mit einem Lastenzweirad ‚Long-John‘ zu fahren?

Wie schwierig ist es, mit einem Lastenzweirad „Long-John“, z.B. einem Bullitt, Pedalpower Long Harry, Bakfiets etc. zu fahren? Ein Zweirad hat gegenüber dem Dreirad den Vorteil, dass es etwas wendiger ist, da es schmaler ist und sich in die Kurve neigen kann. Das Rad hat dadurch eine ähnliche Dynamik wie ein herkömmliches Fahrrad. Durch den längeren Radstand muß man manchmal etwas stärker einlenken bzw. eine Kurve beginnt manchmal mit einem Ausschlag in die Gegenrichtung. Wir haben noch kaum Kunden erlebt, die mit dieser Bauart gar nicht zurechtkamen. Meist hat man’s nach einem Kilometer heraus und nach ein paar Tagen fühlt man sich wie zu Hause auf dem Rad. Die Empfehlung daher: Mit einem unbekannten Rad erst mal vorsichtig/ohne Zuladung ein bisschen aklimatisieren, falls Du Dich unsicher fühlst. Der lange Radstand hat auch den Vorteil, dass sich das Rad sehr ruhig fährt (Unebenheiten merkt man kaum) und gut auf der Straße liegt.

Wieviele Kinder können im Urban Arrow mitfahren?

Man sieht zwar immer mal wieder Bilder von drei oder vier Kindern im Urban Arrow, so ja auch bei euch auf der Seite, aber sind denn Gurte für so viele Kinder vorgesehen und wie ist es, wenn zwei größere Kinder und eine Weberschale/Maxi Cosi transportiert werden sollen – kann „das“ alles sicher befestigt werden bzw. gibt es Möglichkeiten da nachzurüsten? Für die kleinsten gibt es eine Babyschalen Halterung. Diese findet vorne Platz, kann also natürlich auch mitgenommen werden, wenn die zwei größeren auf der Bank sitzen. Wahlweise kann man auch eine kleine Babyschale nutzen, wie wir sie auch anbieten oder wie sie auch von Kinderanhänger-Herstellern angeboten wird. Später kann dann die Frontbank montiert werden, für die auch Gurte vorhanden sind.

Was sollte ich zum Urban Arrow noch wissen?

Hauptschalter & Akkuschloß Der „Zünd-“ Schlüssel am Akku (links in Fahrtrichtung) hat drei Positionen: LOCK – OFF – ON LOCK heißt nicht gesperrt, wie man eigentlich denken würde, sondern ist die Position in der man den Akku entnehmen kann. Um den Schlüssel in die Position LOCK zu bewegen, muss der Schlüssel hineingedrückt werden. Vor der Fahrt: Das Rahmenschloß muss geöffnet werden, bevor der Ständer hochgeklappt wird. Abstellen: Ständer nach unten drücken und das Rad dabei etwas nach hinten ziehen.

Dreirad

Wie schwierig ist es, mit einem Lastendreirad zu fahren?

Dreiradfahren ist eher Tretautofahren als Zweirad fahren ;-).
Man unterscheidet hier auch zwischen Dreirädern mit Neigetechnik und herkömmlichen Dreirädern sowie zwischen Rädern mit Deichsellenkung (idR. lenkt die gesamte vordere Kiste) und Rädern mit Ackermann-Lenkung (bekannt vom Automobil).
Dreiradfahren beginnt im Kopf! Unverkrampft aufsitzen, Bremsen lösen und langsam losfahren. Eine Schlangenlinie auf den ersten Metern ist „normal“.
Den Rest habt Ihr schnell raus wenn Ihr Euch unvoreingenommen auf dieses Erlebnis einlasst.

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Personentransport

Wie viele Kinder darf ich auf einem Transportrad mitnehmen?

Es dürfen so viele Kinder mitgenommen werden, wie Sitzplätze vorhanden sind. Auf rad3.de können Sie dies über die entsprechenden Stichwörter im Produktkatalog finden, für wieviele Kinder die jeweiligen Produkte vorgesehen sind.

Muss ich meine Kinder auf einem Transportrad anschnallen?

Nein, es besteht keine Gurtpflicht. Sicherer ist es aber allemal, die Kinder anzuschnallen und ggf. einen Helm zu benutzen. Die meisten Räder bieten daher serienmäßig Gurtsysteme für Kinder und spezielle Babyschalen-Halterungen für die Kleinsten an.

Gibt es eine Altersbeschränkung für die Kindermitnahme auf Transporträdern?

Laut Gesetzgeber muss der Fahrer/in des Rades mindestens 16 Jahre alt sein. Die Kinder dürfen nicht älter als sieben Jahre sein. Dies gilt für herkömmliche Räder, für Kinderanhänger sowie für Transporträder. Die Begrenzung gilt nicht für behinderte Kinder. Allerdings gibt es ein Schlupfloch: wird das Rad als Rikscha deklariert, gibt es bei der Mitnahme keine Altersbeschränkung (vgl. Personentransport)

Was muss ich beim Kindertransport auf einem Transportrad beachten?

Wichtig ist, dass die Kinder sicher sitzen und ihre Füße oder Hände nicht in die Speichen kommen können. Bei Zweirädern ist das bauartbedingt kein Problem, bei Dreirädern sorgen hohe Seitenwände oder ein spezielle Abdeckungen der Vorderräder für Sicherheit.

Darf man Erwachsene auf einem Long-John Transportrad mitnehmen?

J. fragt via Facebook: „Ich wurde letztens von der Polizei gestoppt, als ich meine Freundin auf meinem LongJohn mitfahren ließ. Die Behauptung der Polizei, sie könne auf diesem Fahrrad nicht sitzen, schien mir etwas dünn. Vor allem, weil sie das zu diesem Zeitpunkt tat. Jetzt habe ich mich durch einige Gesetztexte gelesen, und bin nicht viel schlauer…“
Die Antwort von Rechtsanwalt Kasek dazu:
So ganz eindeutig ist das nicht geregelt. Im wesentlichen ist § 21 StVO der Ausgangspunkt. Und dort Abs. III Stvo. Danach sind Kinder bis 7 Jahre frei in der Mitnahme, sofern der Fahrer mindestens 16 ist, ebenso behinderte Kinder. Bei Tandems gelten hingegen beide Personen eigenständig als Fahrer. Bei sogenannten Fahrradtaxen gelangen einige Autoren im Wege einer teleologischen Reduktion dazu, dass § 21 ABs. III StVO darauf nicht anwendbar ist. Wobei Fahrradtaxen als solche anzumelden wären. Argumentationsgrundlage ist jeweils die Sicherheit des Mitfahrers. Der hier vorliegende Fall ist nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt. Spannend ist die Feststellung des OLG Dresden dazu, dass eine OwIG ausschließt: Die Bestimmung des § 21 Abs. 3 StVO kann nicht dahingehend ausgelegt werden, dass ihr auch eine mehrspurige, dreirädrige Fahrradrikscha unterfällt. (OLG Dresden, Beschluss vom 11. Oktober 2004 – Ss (OWi) 460/04, Ss (OWi) 0460/04 –, juris) Die Polizei wird das ganze wahrscheinlich als OwiG gem. § 49 StVO , 24 StVG werten und entsprechend ahnden. Nach der Rechtssprechung ist da aber durchaus Raum für Diskussopnen. Je nach Art des Fahrrads. Der zugrundeliegende Gesetzestext ist von 1937 und es kann nicht davon ausgegangen werden (so auch OLG DD), dass der Gesetzgeber Fahrradrikschas oder andere Fahrräder mit mehr als 2 Rädern schon im Sinn hatte. Daher kann argumentiert werden, dass RIkschas oder andere 3 rädige Räder keine Fahrräder im SInne von § 21 Abs. 3 StVO sind.

Lastentransport

Muss ich überstehende Ladung extra kenntlich machen?

Ragt das äußerste Ende der Ladung mehr als 1 m über die Rückstrahler des Transportrads hinaus, so ist es kenntlich zu machen durch mindestens eine hellrote, nicht unter 30 x 30 cm große, durch eine Querstange auseinandergehaltene Fahne, ein gleich großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder einen senkrecht angebrachten zylindrischen Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm. Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 cm über die Breite des Transportrads hinaus, so ist sie durch eine Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine mit rotem Licht kenntlich zu machen.

Darf die Cargobike Ladung in Länge und Breite überstehen?

Ja. Allerdings gibt es dafür Grenzen. Transportrad und Ladung dürfen zusammen nicht breiter als 2,55m und nicht höher als 4m sein. Nach hinten darf die Ladung bis zu 3m hinausragen, was aber in den meisten Fällen nicht praktikabel sein wird.

Muss ich die Ladung speziell sichern?

Die Ladung muss so gesichert sein, dass sie bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichmanövern nicht verrutschten, umfallen, hin- und herrollen oder herabfallen kann.

Wie viel Gewicht darf ich auf mein Transportrad aufladen?

Nur so viel, dass die zulässige Ladekapazität des jeweiligen Transportrads nicht überschritten wird. Diese findet man in den Herstellerangaben. Es gibt Räder, mit denen man bis zu 400kg transportieren kann – wenn die Muskelkraft reicht.

Nutzungsform

Sind Lastenräder nicht sehr teuer?

Im Vergleich zu einem „durchschnittlichen Fahrrad“ aus dem Premium-Fachhandel bietet ein Transportfahrrad einen wesentlich höheren Nutzwert. Im alltäglichen Einsatz kann ein Auto im Privathaushalt oder in der professionellen Nutzung häufig teilweise oder sogar ganz ersetzt werden, wenn man z.B. auch auf Carsharing zurückgreift.

Hier die Zahlen aus diesem Jahr zu Fahrradpreisen (Quelle: http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3561):

  • Kunden geben über alle Vertriebswege im Durchschnitt ca. 600 Euro für ein Fahrrad aus (Fahrrad Monitor Deutschland 2011).
  • Im Premium-Fachhandel lag der Durchschnittspreis für Fahrräder 2011 bei 1.089 Euro (Vorjahr: 1.057 Euro) – (VSF 2012).
  • Der Durchschnittspreis im Fachhandel betrug 2011 für E-Bikes 1.975 Euro (SAZbike 2012).
  • Im Premium-Fachhandel lag der Durchschnittspreis für E-Bikes bei 2.517 Euro (VSF 2012).

Natürlich kann man Fahrräder mit „Baumarktqualität“ zu unter 200 € erwerben. Genauso kann der ambitionierte Reiseradler, Sportler oder Mountainbiker aber auch mehrere tausend Euro für ein Rad ausgeben.

Ein vernünftiges Lastenrad beginnt im Preis nicht deutlich über dem Fahrraddurchschnitt. Schau Dich bei uns um, finde den passenden Typ und Du wirst sehen, dass es im Sinne des Wortes preiswert ist.

Gerade beim Lastenrad, das meist größeren Belastungen standhalten muß, ist es wichtig nicht an der falschen Stelle zu sparen: Laufräder sollten mit robusten Felgen und starken Speichen gebaut sein und die Bremsen müssen auch die schwerere Zuladung sicher abbremsen können.

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Pedelec

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