Leipzig I love you

Fahrraddiebe? Nein, in dieser Kurzgeschichte begibt sich unser Bullitt auf eine wilde Verfolgungsjagd durch den Leipziger Westen. Entstanden ist das Video im Rahmen eines Video Workshops innerhalb von einem Wochenende. Die Gute Nachricht: Unser Rad kam nach der Verfolgungsjagd wieder unversehrt zurück und die Teilnehmer waren begeistert davon, was man mit einem Transportrad alles machen kann.

Leipzig, I love you from Tobias Emmert on Vimeo.


Big Steps for the BULLITT

Das eBullitt ist da!

Kürzlich hat LarryvsHarry bereits mit einem verbesserten Rahmendesign aufhorchen lassen, zu den Berliner Fahrradmessen wurde nun ein Pedelec präsentiert, das ebenfalls mit dem neuen Design der Frontpartie geliefert wird.

Mit dem Steps Mittelantrieb wurde das Bullitt Design erhalten, und eine Integration mit Shimanos elektronischer 8 Gang Alfine Di2 wird sicherlich viele Kunden überzeugen. Auch bei den Bremsen gibt es eine Neuigkeit, da werden nun Magura MT5 Scheibenbremsen mit doppelten Bremskolben montiert.

Nun liefert auch der Hersteller eine Lichtanlage, wie wir sie an den meisten unserer Bulitts verbaut haben:
Mit b&m cyo Scheinwerfer und dem secula am Schutzblech. Schade, denn die Lichtanlage haben wir immer gerne mit besonderem Augenmerk für unsere Kunden verkabelt und gelötet.

Kostenpunkt wird bei 4199 € liegen (zzgl. Versandkosten)
Verfügbar ab Mai 2015 (in schwarz), jedoch sind die Räder schon fast ausverkauft. Bei Interesse bitte rasch bei uns bestellen!
Ab August sind auch die anderen BULLITT Farben erhältlich.

Und das Beste: das neue eBullitt wiegt gerade mal 30 kg!

 


Kaffeefahrt startet in Rostock mit einer Grußbotschaft des Rostocker Oberbürgermeisters

Im Rahmen der Hansesail, hat ein Team von RadfahrerInnen mit Transporträdern eine Ladung Produkte aus der Karibik vom Segelschiff “Tres Hombres” abgeholt. Sonntag vormittag wurde die kostbare Fracht, ein Sack Rohkaffee, gerösteten Kaffee für unterwegs und Schokolade aufgeladen.
Der Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling gab den TransportradfahrerInnen eine Grußbotschaft an seinen Leipziger Amtskollegen Burkhard Jung mit auf den Weg, der 5 Tage dauern wird.

Mittwoch abend gibt es ein Treffen mit den Cargobikefans Berlin, Donnerstag und Freitag geht es dann über Luckenwalde weiter nach Leipzig.


Kaffeefahrt 2014

Mit der Tres Hombres kommen jedes Jahr Kaffee, Schokolade und Rum emissionsfrei nach Rostock, wir setzen den grünen Transport umweltfreundlich auf Lastenrädern über Berlin bis nach Leipzig fort.

Wir wollen mit dieser Aktion Möglichkeiten eines umweltfreundlichen Transports aufzeigen. In Rostock werden wir gerösteten Kaffee zu 450 g (15 €) Schokolade (in zwei Sorten: 40% mit einem Hauch Meersalz und 75% mit Kakaosplittern á 7 €) und Rum auf Anfrage (ca. 12-15 Jahre gereift, ca. 60 €) auf unsere Räder laden.

Gerne geben wir die Produkte auch entlang der Route an Interessierte oder ProjektunterstüzerInnen weiter.

Die Tour 2014 hat folgende Etappen:

Am 11. August starten wir unseren Radtransport in Rostock und machen unseren 1. nächtlichen Halt beim wangeliner-garten

Weiter gehts am Dienstag den 12. August Richtung Ferbellin, wo wir im Linumer Landhof unser zweites Zeltlager aufschlagen werden.

Am Mittwoch, den 13. August fahren wir nach Berlin, wo wir die Cargobike Werkstatt beim Treptower Park besuchen. Hier besteht abends die Möglichkeit Produkte direkt ab Lastenrad zu kaufen.

Am Donnerstag, den 14. August verlassen wir Berlin Richtung Jüterbog und übernachten auf dem Biohof von Silvie Jettke in Neuhof.

Freitag, den 15. August beginnen wir dann die letzte Etappe nach Leipzig…

Ganz besonders möchten wir unseren Partnern danken:

Fairtransport bringt jedes Jahr, Rum, Kaffee und Schokolade aus der Karibik mit dem Segelschiff Tres Hombres nach Europa. Während die Tres Hombres die Seemannstradition pflegt und mit dem Wind segelt, arbeitet Fairtransport auch an einer innovativen Schifffahrt mit Windenergie.

Klima ohne Grenzen ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für eine Minderung klimaschädlicher CO2-Emissionen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen einsetzt. Zu diesem Zweck initiieren und fördern wir Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, die durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen den CO2-Ausstoß reduzieren und die Lebensbedingungen der Bevölkerung vor Ort verbessern.

 

 


BULLITT Zubehör

Das BULLITT ist eines der flexibelsten Long-John Lastenräder. Durch die ebene Ladefläche und die zahlreichen Befestigungspunkte am Rahmen gibt es zahlreiche Zubehör-Optionen:

  • Schutzdeck …65 € oder Honeycombboard …170 €
  • Alubox …315 €
  • Alubox Pro …praktisches Schloß, leichte Handhabung durch Gasdruckdämpfer, verschweißt, lackiert in Weiß oder anderen Farben
  • Seitenwände …siehe Bild, Rückwand & Persening …325 €
  • Faltsitz für 1-2 Kinder oder eine erwachsene Person zum Mitfahren, gefaltet ist noch genug Platz für 2-4 Getränkekisten auf der Ladefläche. …210 €
  • Canopy für sicheren und trockenen Transport von Kindern oder Hund 415 €
  • Billboard …67 €
  • Nabendynamo Vorderrad, Aufpreis bei Neurad …110 €
  • Bullitt Lenkungsdämpfer …111 €
  • Bullitt Garage …165 € 


Stadtradeln

Wieviele km werden in Leipzig wohl mit Transporträdern zurückgelegt?

Wir laden alle Transportrad-NutzerInnen ein, sich beim Stadtradeln zu beteiligen und ihre Lastenradkilometer zu erfassen – egal woher das Transportrad kommt, ihr seid willkommen in unserem Team mitzumachen!

Klickt auf den Link und meldet euch mit eurem Rad an.
Transportrad Team Leipzig beim Stadtradeln 2014

Wer noch keinen km Zähler am Rad hat, kann bei uns einen erwerben: Entweder einen einfachen, mechanischen km Zähler für 9 € ans Vorderrad oder einen Fahrradcomputer für 19 € mit den üblichen Funktionen.


Große Lasten – leicht genommen

Man sieht sie immer häufiger: Pizzaexpress, Paketzusteller und Radkuriere jagen oder keuchen auf Lastenrädern durch die Stadt. Längst hat man sich an das Geräusch des Nabenantriebs gewöhnt, das vom Nahen des Postboten kündet. Doch auch im privaten Alltag setzen sich die Vielträger auf zwei oder drei Rädern immer weiter durch. Denn anscheinend sehen immer weniger Menschen einen Sinn darin, für die alltäglichen Wege ein Auto zu brauchen. Warum auch, wenn es so lustvolle Arten des Transports gibt?

„Nochmal, Nochmal!“

… quäken zwei Kinder vor Begeisterung, obwohl es kalt ist, langsam dunkel wird und einem eher nach einem warmen Tee auf dem Sofa zumute wäre. Aber gut, dann eben noch eine Runde um den Block geheizt, das wärmt ja schließlich auch.

Es scheint kaum etwas Leichteres zu geben, Kinder glücklich zu machen, als sie auf dem Transportrad mitzunehmen. Und es macht Spaß, mit dem Fahrrad mehr mitnehmen zu können, als das bisher möglich war – oder die Polizei erlaubte. Mitfahren auf dem Gepäckträger ist ja nicht nur verboten, sondern war immer schon unbequem. Auf Rädern mit entsprechenden Vorrichtungen (Bank, Gurte für Kinder, Haltemöglichkeit oder Fußstützen) spricht jedoch nichts dagegen.

Wie leicht es sein kann, auch mehrere Kinder oder schwere Lasten auf einem entsprechend ausgelegten Fahrrad zu befördern, ahnt man erst wenn man es selbst probiert hat.

 

Lastenrad, Transportrad oder Cargobike?

Da es um den Transport schwerer Lasten geht, mag Lastenrad die angemessene Bezeichnung sein, wer auf Anglizismen steht, darf auch Cargobike sagen. Es kann zwar vorkommen, dass einem die lieben Kleinen „zur Last fallen“, gerade wenn man mit ihnen unterwegs ist. Jedoch macht Kindern das Mitfahren in einem Familienrad mit Chauffeur oder Chauffeurin meist soviel Spaß, dass die Bezeichnung Lastenrad hier etwas unangemessen erscheint. Transportrad ist daher der bessere Überbegriff für alles, was pedalbetrieben mehr als nur den kleinen Einkauf befördert.

Sich selbst angenehmer fortzubewegen, war von Anfang an die Idee des Velozipeds und als das funktionierte, dauerte es nicht lange, bis allerhand Dinge auf dem Fahrrad mitgenommen wurden. Doch so viel immer wieder über die Geschichte des Fahrrads in Büchern, Ausstellungen und Museen gesagt wurde, so wenig ist über die Geschichte des Transportrades zu finden. Das legt die Vermutung nahe, dass das Transportrad in der kollektiven Erinnerung des 20. Jahrhunderts kaum berücksichtigt wurde. So kann man heute nur noch ahnen, welche Bedeutung Transporträder in vor-fordistischen Zeiten des für alle leistbaren Automobils oder des billigen Erdöls gehabt haben mögen. In den Archiven der Transportradhochburgen wie Amsterdam und Kopenhagen finden sich jedenfalls zahlreiche Bilder, von Handwerkern, fahrenden Händlern, Milchmännern, Bäckern und Postbeamten auf Transporträdern aller Art.

 

Phasen der Popularität

Grob lässt sich die Geschichte der Transporträder in drei Wellen unterteilen: Von den ersten Modellen bis zum Siegeszug des Automobils, über die Rückbesinnung in den 1970- und 80er-Jahren und schließlich die Renaissance der Transporträder seit ca. 2010. Eine Sozial- und Technikhistorie des Transportrades muss noch geschrieben werden, hier können lediglich einige Eckpunkte der Entwicklung festgemacht werden.

Die ersten Transporträder waren wohl schon kurz nach der Erfindung des Sicherheitsfahrrads in den 1880ern unterwegs. In den Niederlanden gibt es noch zahlreiche alte Lastendreiräder mit Blattfedern, wie man sie von Kutschen oder frühen Eisenbahnwaggons kennt. Diese Räder wurden von Liebhabern restauriert und inzwischen auch wieder neu aufgelegt. In Dänemark begann der Hersteller SCO (Smith & Co.) 1923 den „Long John“ zu bauen, das legendäre Lastenrad mit der tiefen Ladefläche zwischen Lenker und Vorderrad, das fast unverändert bis in die 1990er-Jahre lieferbar war.
Natürlich war das Transportrad auch in deutschen Landen durchaus gebräuchlich, doch scheint es, als wäre es mit der steigenden Verbreitung des „Volkswagens“, also des Pkw für jedermann, in Vergessenheit geraten. Auch Technikmuseen wendeten sich vornehmlich den motorisierten Verkehrsmitteln zu. Lediglich die Post blieb dem klassischen „Bäckerrad“ über die Jahrzehnte hinweg treu.

 

2. Phase

Nachdem der Club of Rome in seinem Bericht schon 1972 auf „Die Grenzen des Wachstums“ aufmerksam machte, konnte man anhand der Ölkrise 1979-1980 erstmals hautnah erfahren, welche Auswirkungen steigende Rohstoffkosten haben können. In den Folgejahren gab es bei Velomobilen und Liegerädern, aber auch bei Transporträdern einen weiteren Entwicklungsschub.

In Kopenhagen wurde damals eine ehemalige Kaserne besetzt und die Freistadt Christiania ausgerufen. Das Gelände sollte autofrei bleiben und so wurden alte Transporträder reaktiviert. In der Schmiede von Christiania wurde dann begonnen, neue Räder zu bauen und so entstand 1984 der Hersteller Christiania. SCO baute seinen Long John bis in die 1990er-Jahre, gab das Produkt dann an den schwedischen Hersteller Monark ab, wo er noch bis 2012 erhältlich war.

Bei den Zweirädern waren das Bäckerrad und der klassische schwarze Long John die wichtigsten Vertreter des 20. Jahrhunderts. Sie wurden Anfang der Neunziger z. B. auch beim Salzburger Fahrradkurierdienst Velofax genutzt. Der Autor arbeitete dort 1992 als Fahrradkurier, lernte die Räder kennen und konnte auch das vermutlich erste Pedelec-Transportrad fahren. Eigens für Fahrten zur deutschen Postfiliale nach Freilassing hatte man einen der Long Johns mit einem E-Antrieb von Schachner ausgestattet. Dieser Motor trieb das Vorderrad verschleißintensiv über eine Reibrolle an, weswegen der Vorderreifen jeweils nach einigen Hundert Kilometern ausgetauscht werden musste. Die damalige Technik kannte noch keine sanfte Ansteuerung des Motors, von einer Drehmomentsensorik ganz zu Schweigen – der Antrieb kannte nur die Zustände ein und aus. Mit den vier Bleiakkus war das Gefährt überdies am Gepäckträger so schwer, dass es an Krafttraining grenzte, das Rad auf den Ständer zu bocken.

In den Niederlanden griff Marten van Andel den Long John auf und baute eine Holzkiste mit Sitzbank auf die Ladefläche, um die Mobilitätsbedürfnisse seiner Familie abzudecken. Dies war die Geburtsstunde des „Bakfiets“ – dem heute am häufigsten anzutreffenden Familienrad auf Amsterdams Straßen.

 

Bikes & Cargo & Rock’n’Roll

Waren Transporträder früher schwarz, schwer und aus Stahlrohr gebaut, so sind seit 2008 Transporträder mit voluminösen Aluminiumrahmen und in zahlreichen bunten Farbkombinationen erhältlich: Das „Bullitt“ ist nicht nur eines der sportlichsten Lastenräder, sondern bringt auch ein gestrichen Maß Lifestyle und Popkultur in die ansonsten so nüchterne, funktionalistische Auswahl an Transporträdern. Am Rahmen zieren die Bullitts kleine Dekos im Stencil-Stil mit Elvis, Chuck Berry und verschiedenen anderen Motiven. Passend dazu kann man auf Youtube zusehen, wie Hans Fogh vom Kopenhagener Bullitt-Hersteller LarryvsHarry, das Rad als Elvis oder als Spiegelei kostümiert zusammenbaut. Mit seinen moderaten 24-25kg fährt sich das Bullitt so leicht, dass man es auch ohne Zuladung als Alltagsrad nutzen kann. „The fastest Cargobike in the world“, lautet der Claim von LarryvsHarry – kein Wunder, dass Bullitts bei der jährlichen Dänischen Transportradmeisterschaft „Svajerløbet“ zu den Schnellsten gehören. Hier messen sich die Fahrer mit verschiedenen Transporträder, wer am schnellsten zwei Autoreifen, einen Stapel Zeitungen und eine Carlsberg-Holzkiste auf drei Runden durch das Areal der Brauerei bringt.

Des Themas Familienrad hat sich neben Bakfiets auch die Firmen Nihola und das Team von Urban Arrow angenommen. Gemeinsam mit Industriedesignern haben sie das Bakfiets neu interpretiert und mit einem Mittelmotor ein gefälliges Fahrzeug mit besonderem Fokus auf Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit geschaffen.

Von etablierten Fahrradherstellern ist bisher kaum Bewegung in Richtung Cargobikes festzustellen, die Branchenstatistik wirft sie in die Kategorie Spezialräder. Es wäre unmöglich, hier einen umfassenden Überblick über die aktuell am Markt verfügbaren Produkte zu geben. Einen nahezu vollständigen Überblick über verschiedene Fahrzeuge und die vitale Szene findet man auf der Website www.nutzrad.de. Denn fast jeden Monat macht ein neues Transportrad in den sozialen Medien die Runde.

 

Drei Dimensionen von Fahrradkulturen

Bisher konnte man im wesentlichen zwei Fahrradkulturen unterscheiden: Einerseits die Sportler, denen es um Leistung und Fitness geht und andererseits die Alltagsradler, die das Fahrrad zur Fortbewegung nutzen, um Arbeit, Einkauf und Freizeittätigkeiten zu erreichen.

Transporträder bringen nun eine dritte Dimension zurück ins Spiel: Das Fahrrad in seiner professionellen Anwendung: Nutzungen, bei denen das Fahrrad einen fixen Bestandteil von Unternehmenstätigkeiten einnimmt oder eventuell auch Basis neuer Kleinunternehmen darstellt, die ihre Dienstleistungen vor Ort anbieten. Kaffeefahrräder haben sich, von Kopenhagen und Amsterdam kommend, jüngst in einigen Städten verbreitet. Pizzabäcker und andere Gastronomen liefern ihre Mahlzeiten immer häufiger per Fahrrad bzw. Pedelec aus, Tagesmütter nutzen Spezialräder, um mit ihren Schützlingen in den nächsten Park zu kommen. Handwerker, insbesondere wenn sie in den Innenstädten arbeiten, greifen aufs Cargobike ebenso zurück, wie Bioläden, die damit ihre Produkte ausliefern.

Wenn es ebenso selbstverständlich wäre, Dinge mit dem Fahrrad zu transportieren, wie dies als Erklärung für die Nutzung eines Autos herangezogen wird, ließen sich enorme Energieeinsparungen erreichen. Schon im Vergleich zum Elektroauto spart man mit einem Lasten-Pedelec wie dem Urban Arrow für den durchschnittlichen alltäglichen Weg von zwölf Kilometern Energiekosten mit dem Faktor 14!

 

Vom Leichtsinn der Verkehrspolitik.

„Benzintank raus, Akku rein und alles wird gut.“ Das scheint die verkehrspolitische Weichenstellung der Bundesregierung zu sein. Warum waren die Solar-Autos der 1990er leichter und energiesparender als heutige Elektroautos? An das proklamierte Ziel, eine Million Elektroautos bis 2020 auf deutschen Straßen fahren zu sehen, glaubt angesichts der Zahlen von 2012 schon lange niemand mehr: Zum Jahresanfang waren landesweit gerade einmal 4.500 davon unterwegs. In dieser Statistik sind sogar auch noch die teils fossil betriebenen Hybridautos enthalten. Selbst wenn diese 4.500 E-Fahrzeuge alle in ein und derselben Stadt unterwegs wären – es fiele nur in einer Kleinstadt wirklich auf.

Hingegen hat die Fahrradindustrie 2012 die Milllionenmarke überschritten und zwar in der Anzahl an Pedelecs, die in Deutschland unterwegs sind. Laut einer Studie des VCD (Verkehrsclub Deutschland e. V.) werden Pedelecs auch häufiger gefahren als was? und tragen so wesentlich stärker zu CO2-Einsparungen im Bereich Mobilität bei. „Ich ersetze ein Auto“, lautet folgerichtig der Claim eines Forschungsprojekts, das die CO2-Einsparungspotentiale des Lastenrads im Wirtschaftsverkehr ermittelt.

Mit dem Lasten-Pedelec erfährt nun auch der Lastentransport mit dem Fahrrad eine Demokratisierung. Denn von nun an entscheidet nicht mehr die Wadenkraft, ob man ein Lastenrad benutzt, sondern einzig die Einstellung.

Erschienen in fahrstil Nr. 10: leichtsinn – erhältlich auch bei rad3 in Leipzig.

 

Text und Fotos: Eric Poscher
Quellenangabe für Zitate: Eric Poscher, in fahrstil Heft Nr. 10 “leichtsinn”, 2013, ISSN 2192-6492
Alle Rechte vorbehalten. Verfielfältigung und Wiedergabe nur in Absprache mit dem Autor bzw. der Redaktion von Fahrstil, Das Radkulturmagazin


Urban Arrow Update

Braucht man am Lastenrad einen Gepäckträger?

Meist hat man schon so viel Transportkapazität am Rad, dass der Gepäckträger entfallen kann. Die Ästhetiker freuen sich über die klarere Form des Hinterrades.
Aber was tun, wenn man eine Ziege, einen Wolf und Kohl von A nach B bringen muß? Oder die Kinder und den Einkauf vom Supermarkt nach Hause? Oder auch nur ein paar Packtaschen mehr in’s Wochenende mitnehmen?

Urban Arrow hat jetzt neue Gepäckträger auch in weiß verfügbar! Der Aufpreis bleibt 75 €

Die 400Wh BOSCH Akkus sind derzeit nicht verfügbar, dafür gibt es folgendes Angebot: Ein zweiter Akkupack von BOSCH mit 300Wh ist zum Preis von 299 € verfügbar (als Upgrade beim Kauf eines neuen UA und solange der Vorrat reicht).