Kaffeefahrt startet in Rostock mit einer Grußbotschaft des Rostocker Oberbürgermeisters

Im Rahmen der Hansesail, hat ein Team von RadfahrerInnen mit Transporträdern eine Ladung Produkte aus der Karibik vom Segelschiff “Tres Hombres” abgeholt. Sonntag vormittag wurde die kostbare Fracht, ein Sack Rohkaffee, gerösteten Kaffee für unterwegs und Schokolade aufgeladen.
Der Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling gab den TransportradfahrerInnen eine Grußbotschaft an seinen Leipziger Amtskollegen Burkhard Jung mit auf den Weg, der 5 Tage dauern wird.

Mittwoch abend gibt es ein Treffen mit den Cargobikefans Berlin, Donnerstag und Freitag geht es dann über Luckenwalde weiter nach Leipzig.


Kaffeefahrt 2014

Mit der Tres Hombres kommen jedes Jahr Kaffee, Schokolade und Rum emissionsfrei nach Rostock, wir setzen den grünen Transport umweltfreundlich auf Lastenrädern über Berlin bis nach Leipzig fort.

Wir wollen mit dieser Aktion Möglichkeiten eines umweltfreundlichen Transports aufzeigen. In Rostock werden wir gerösteten Kaffee zu 450 g (15 €) Schokolade (in zwei Sorten: 40% mit einem Hauch Meersalz und 75% mit Kakaosplittern á 7 €) und Rum auf Anfrage (ca. 12-15 Jahre gereift, ca. 60 €) auf unsere Räder laden.

Gerne geben wir die Produkte auch entlang der Route an Interessierte oder ProjektunterstüzerInnen weiter.

Die Tour 2014 hat folgende Etappen:

Am 11. August starten wir unseren Radtransport in Rostock und machen unseren 1. nächtlichen Halt beim wangeliner-garten

Weiter gehts am Dienstag den 12. August Richtung Ferbellin, wo wir im Linumer Landhof unser zweites Zeltlager aufschlagen werden.

Am Mittwoch, den 13. August fahren wir nach Berlin, wo wir die Cargobike Werkstatt beim Treptower Park besuchen. Hier besteht abends die Möglichkeit Produkte direkt ab Lastenrad zu kaufen.

Am Donnerstag, den 14. August verlassen wir Berlin Richtung Jüterbog und übernachten auf dem Biohof von Silvie Jettke in Neuhof.

Freitag, den 15. August beginnen wir dann die letzte Etappe nach Leipzig…

Ganz besonders möchten wir unseren Partnern danken:

Fairtransport bringt jedes Jahr, Rum, Kaffee und Schokolade aus der Karibik mit dem Segelschiff Tres Hombres nach Europa. Während die Tres Hombres die Seemannstradition pflegt und mit dem Wind segelt, arbeitet Fairtransport auch an einer innovativen Schifffahrt mit Windenergie.

Klima ohne Grenzen ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für eine Minderung klimaschädlicher CO2-Emissionen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen einsetzt. Zu diesem Zweck initiieren und fördern wir Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, die durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen den CO2-Ausstoß reduzieren und die Lebensbedingungen der Bevölkerung vor Ort verbessern.

 

 


Erdölfrei von der Karibik nach Leipzig

Transporträder bieten unzählige Möglichkeiten, den Alltag zu erleichtern, alles Nötige zu befördern und zu zeigen, dass im Gegensatz zum PKW, urbane Mobilität auch Spaß machen kann. Ähnlich wie mit dem Liegerad, hört man zahlreiche Reaktionen: Jugendliche finden die Räder cool, Bequemliche möchten am liebsten rumkutschiert werden, andere Fragen nach der Anzahl an Bierkästen, die auf das jeweilige Rad passen würden und wenn Eltern mit ihren Kindern von einer Proberunde zurückkehren, rufen die Kleinen „Schneller, schneller!“ und denken noch lange nicht daran auszusteigen. Auch wenn inzwischen einige sportlichere Modelle auf dem Markt sind und immer häufiger Lastenradrennen veranstaltet werden, wird das Lastenrad eher als urbanes Fortbewegungsmittel verstanden und war bisher nicht gerade für Reisen oder Langstrecken bekannt. Viele denken auch noch, dass es äußerst mühsam sein muss, ein Transportrad fortzubewegen, und ein Zusatzantrieb dabei mindestens notwendig wäre.

Während wir per Velo versuchen, die Verkehrs- und Energiewende voran zu bringen, kommen viele Produkte und Lebensmittel, die wir gerne nutzen und konsumieren in Containerschiffen zu uns, egal ob Kaffee, Schokolade, Smartphone oder Fahrräder. Die Ökobilanz des weltweiten Schiffsverkehrs wird relativ wenig diskutiert, obwohl die Schiffe schweres Heizöl verbrennen, und die 16 größten unter ihnen soviel Schwefelemissionen verursachen, wie der gesamte Autoverkehr weltweit.

Dem will Fairtransport etwas entgegensetzen und betreibt mit der ”Tres Hombres” das weltweit einzige Transportsegelschiff. Seit drei Jahren bringt das niederländische Unternehmen mit dem Schonerbrig Rumfäßer, Kakaobohnen, Schokolade u.a. mit purer Windkraft von der Dominikanischen Republik nach Amsterdam, wo der Rum abgefüllt und die Bohnen zu Schokolade weiterverarbeitet und mit dem Prädikat „fair transportiert“ angeboten werden. Interessierte können auf dem Schiff das Segeln nach der alten Schule lernen und so innerhalb Europas oder bis in die Karibik mitsegeln. Mit dem Ecoliner gibt es auch ein langfristiges Ziel, wie Güter wirtschaftlich und kostengünstig transportiert werden können und dabei größtenteils vom Wind angetrieben werden sollen.

Da war es naheliegend, den Gedanken von Fairtransport zu Lande fortzusetzen und eine kleine Menge der Spezialitäten per Transportrad nach Deutschland zu bringen. Eine Zuladung von ca. 40-50kg pro Fahrrad über längere Strecken zu befördern schien machbar, ob die etwas mehr als 700km in einer Woche zu schaffen sind, blieb jedoch eine Herausforderung. Für die Reise ausgewählt hatten wir das sportliche Omnium Cargo, bei dem die Ladefläche über dem Vorderrad platziert ist und das französische Douze Messenger, welches die Long John Bauweise mit einem ansprechenden Design auf den Stand der Technik bringt. Beide Räder haben Stahlrahmen und sind ganz neu auf dem Transportradmarkt.

Salomon Krug und Eric Poscher machten sich Mitte August auf den Weg. Entlang von Deichen, durch das unter dem Meeresspiegel gelegene Flevoland und durch die sanddünenartigen Endmoränen der Eiszeit ging es auf bequemen niederländischen Radwegen dahin. Gut geschüttelt wurde der Rum dann nach dem Grenzübergang beim befahren mancher deutscher Radwege. Erst der Teutoburger Wald ließ uns das zusätzliche Gewicht der Ladung spüren. Übernachtet wurde unterwegs bei Dachgebern, Mitgliedern der Warmshowers List oder Freunden, aber auch einmal im Freien.
Durchaus respektable Tagesetappen von 90- 120 Kilometer waren selbst mit Fracht auf dem Lastenrad möglich. In der Schlussetappe schafften wir sogar 25,4 km/h Schnittgeschwindigkeit über mehr als 60km. Auf langer Strecke konnte sich so ein Transportrad also gut behaupten, bis Leipzig waren es schließlich doch 863 km

Rum und Schokolade waren schon vorab als Gastgeschenke für all jene reserviert, die unser Vorhaben über ein Crowdfunding unterstützt hatten. Einige UnterstützerInnen konnten sich direkt entlang Route an Verkostungen bzw. den Produkten erfreuen, so unter anderem in Münster, Hannover, Braunschweig und Magdeburg. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist in Planung, es besteht die Möglichkeit, selbst mitzuradeln und weitere regionale Spezialitäten mit auf die Reise zu nehmen. Wer am laufenden bleiben möchte, kann den Rundbrief von rad3.de abonnieren.

Fairtransport betreibt das Segelschiff Tres Hombres und transportiert Spezialitäten nach und innerhalb von Europa. http://fairtransport.nl/
Die Tres Hombres hat eine eigene Website. Interessierte können auf dem Schiff mithelfen und segeln lernen: http://www.svtreshombres.com/

rad3.de hat sich auf Vermietung, Verkauf und Entwicklung von Transporträdern spezialisiert, um nachhaltige Mobilität zu fördern. In Leipzig und darüber hinaus bietet das junge Unternehmen Fahrradverkostungen an, bei denen verschiedene Transportradkonzepte er-fahren werden können. Die 3 steht dabei für die dritte Dimension von Transporträdern und die Breite der Möglichkeiten & Nutzungen

Auf der Website findet man zahlreiche Blogbeiträge, Fotos und erlesene Produkte.
https://rad3.de


RUMfahren – Logbuch

Hier mal ein paar Bilder der ersten Tage vom Rumfahren.

Bis Braunschweig haben wir bereits 632 km zurückgelegt, 67

km seit Hannover.


Crowdfunding zu #RUMfahren nimmt fahrt auf.

Die Crowdfunding Aktion lief mit kleineren technischen Schwierigkeiten an, am Samstag waren die Server der visionbakery für einige Stunden nicht erreichbar. Inzwischen ist das Funding in Bewegung gekommen und hat Montag Abend bereits die 44% Marke erreicht. Dafür schon mal vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer.

Inzwischen sind wir auch im Bilde, wie die Tres Hombres Schokolade aussieht, die ihr als UnterstützerInnen bekommt und deren zwei Sorten es gibt:
Tres Hombres Schokolade in 40% (mit Meersalz)
Tres Hombres Schokolade mit 75% (mit ganzen Kakaobohnen)
Wer eine Tafel bestellt hat kann auswählen, bei den Doppelpacks würden wir davon ausgehen, das je eine Tafel gewünscht ist, ansonsten bitte bei der Übergabe Bescheid geben. Schokolade mit Salz? Ein Hauch von Salz rundet den Geschmack bestimmt angenehm ab – von anderen Herstellern hat mich das schon angenehm überrascht. Wir werden euch berichten, sobald wir die Gelegenheit haben die Produkte zu verkosten.
Eine inhaltliche Korrektur und Ergänzung zum Thema Schiffsverkehr. 16 der größten Frachtschiffe stoßen gleichviel Schwefel aus, wie alle Autos auf der Welt.

“As ships get bigger, the pollution is getting worse. The most staggering statistic of all is that just 16 of the world’s largest ships can produce as much lung-clogging sulphur pollution as all the world’s cars.”  Read more: http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-1229857/How-16-ships-crea…

Die Anreise per Bahn (so CO2 neutral wie irgendwie möglich) ist inzwischen auch gebucht. Am Samstag Nachmittag In Amsterdam erwartet uns dann Rad Nummer 2. Sobald wir es in Empfang genommen haben wird bekannt gegeben, von welchem Hersteller das Rad kommt.

Soweit der aktuelle Bericht von der Mission Control


Mit dem Lastenrad kommen Rum und Schokolade aus der Karibik CO2-neutral nach Leipzig

Rum & Schokolade genießen, die nicht nur Fair gehandelt sind, sondern auch fair transportiert wurde – mit Windenergie und per Pedale. Diesen Traum teilen zwei Radfahrer mit der Crew des Segelschiffs „TresHombres“, die kürzlich wieder mit einer neuen Ladung in Amsterdam angekommen ist.

Diesen Sommer bringen Salomon Krug und Eric Poscher mit zwei Transporträdern eine Ladung Feinkost nach Osnabrück, Hannover, Braunschweig, Magedeburg, Halle und Leipzig – und zwar soviel wie durch die Crowdfunding Aktion vorbestellt wird.
Das Crowdfunding läuft ab sofort: http://www.visionbakery.com/schokolade-rum-fahren

Andreas Lackner, einer der Kapitäne der Tres Hombres: “Die 10 größten Frachtschiffe der Welt verursachen genau so viel CO2 Emissionen und Luftschadstoffe wie der gesamte PKW Verkehr auf der Welt.” Das Team von Fairtransport betreibt das einzige Fracht-Segelschiff und arbeitet daran, neue, moderne Segelschiffe für den Frachtverkehr zu etablieren.

Fakten

8 Tag
700km
2 Lastenräder
je 50kg Zuladung

Produkte

Der Tres Hombres Rum wird seit 3 Jahren im Fachhandel angeboten und zählt zu den besten Zuckerrohrschnäpsen.
Grenada Chocolate wird von der Kakaobohne bis zur Schokoladentafel direkt auf der Insel Grenada hergestellt. Dadurch bleibt die Wertschöpfung im Land und bietet den Produzenten beste Arbeitsbedingungen.

Die Route:

Amsterdam – Nijkerk – Appeldorn – Enschede – Emsdetten – Münster(?) – Osnabrück – Minden – Hannover – Braunschweig – Helmstedt – Magdeburg – Halle (?) – Leipzig.
An den Etappenzielen werden Verkostungen und Probefahrten angeboten.

Die Transporträder:

Während im Alltag meist kurze Strecken zurückgelegt werden, soll im Rahmen dieser Tour gezeigt werden, wie leicht es möglich ist, auch ohne Motorunterstützung mit einem Zweirad Lasten zu transportieren.

Das Team:

Eric Poscher hat die Förderung zukunftsfähiger Mobilität zu seinem Beruf gemacht. Er ist Mitbegründer und Betreiber von rad3.de, dem Fachgeschäft für Transporträder in Leipzig.
Salomon Krug ist Fahrradaktivist und plant im kommenden Jahr eine Weltreise mit dem Lastenrad.
rad3 unterstützt und cofinanziert die Fahrt.